Freiburger Forum

für Analytische Psychologie


Veranstaltungen 2006:


Die Veranstaltungen im Jahr 2006 stehen unter dem Thema:

"Den Willigen führt das Schicksal,
den Unwilligen schleppt es."
(Seneca)


Alle Referentinnen und Referenten sind analytisch tätig.

Als Gastreferenten begrüßen wir:

Herrn Dr. med. Jörg Rasche, Berlin,
Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Psychotherapie, AKJP, Lehrtherapeut DGST, 20 Jahre Leiter einer kinder- und jugendpsychiatrischen Beratungsstelle in Berlin - Charlottenburg,
Dozent am C. G. Jung Institut Berlin, Vorsitzender der DGAP


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Vorträge:

Alle Vorträge finden statt im
Vortragsraum Jakob-Burckhardt-Straße 13,
79098 Freiburg (gegenüber Stadtgarten)

Unkostenbeitrag: EUR 6.- ermäßigt EUR 4.-


Freitag 17.02.2006, 20 Uhr - Gert Sauer:

Betrachtungen zum kollektiven Bewusstsein

Das kollektive Bewusstsein steuert das eigene Gruppenverhalten, während die meisten denken, sie seien individuelle Menschen. Es verhält sich wie eine Brille, die die Wahrnehmungen steuert und auswählt. Es wirkt wie eine prägende Kraft auf das eigene Verhalten. Das kollektive Bewusstsein schafft ein Wir-Bewusstsein, das Sicherheit zu bieten scheint vor der Forderung, eigene Stellung zu beziehen. Es reißt das individuelle Bewusstsein in den Strom seiner Entwicklung hinein.

 

Freitag 28.04.2006, 20 Uhr - Arved Grieshaber:

Die Einheitswirklichkeit von Leib-Seele-Geist -
Novalis in Tiefenpsychologie und Psychoanalyse

Der geistesgeschichtliche Rekurs auf das rund 200 Jahre alte, gerade heute tragfähige Menschen- und Weltbild des Frühromantikers Novalis (Friedrich von Hardenberg, 1772-1801) birgt ungeahnte und dabei zukunftsreiche Inhalte für die heutige Tiefenpsychologie und Psychoanalyse, insbesondere für die Analytische Psychologie C.G. Jungs. Dies gerade unter dem Aspekt der geistig-seelischen Transzendenzfunktion in ihrem Spannungsverhältnis von Spiritualität und Leiblichkeit, bis hin zu einem psychosomatisch-somatopsychischen Ansatz, der Vergangenheit in ihrer Vergegenwärtigung mit der Zukunft verbindet.
C.G. Jung und Novalis könnten Brüder sein. Beide haben sie uns etwas zu sagen, wenn wir vom Selbst das Ungesagte hörend zu verstehen bereit sind.

 

Freitag 16.06.2005, 20 Uhr - Gidon Horowitz:

Der Mythos von Oedipus

Die Geschichte von Oedipus ist geprägt von den Versuchen der Beteiligten, einem grausamen Schicksal zu entrinnen. Paradoxerweise tragen sie gerade dadurch zur Erfüllung des Verhängnisses bei. Im Vortrag werden wir den Mythos und seine Hintergründe betrachten und auch auf ihre Zusammenhänge mit dem von S. Freud beschriebenen Ödipus-Komplex eingehen.

 

Freitag 22.09.2006, 20 Uhr - Ursula Bernauer:

Eva oder das Verlangen nach Erkenntnis

Mit Eva fing alles an...Eva gilt als Verführerin, durch die das Paradies verloren ging und Sünde und Tod in die Welt kamen. Eva wird aber auch Mutter alles Lebendigen genannt, der Glanz der Schöpfung. Die Bilder von Eva haben eine bedeutungsvolle Wirkungsgeschichte, folgenreich bis zum heutigen Tag, nicht zuletzt für das Verhältnis der Geschlechter.
Als Symbolgestalt des Anfangs und Urmutter der Menschheit kann Eva zur Entdeckung werden - auch für die Deutung eigener Lebensmuster und nicht nur für Evas Töchter.

 

Freitag 20.10.2006, 20 Uhr - Jörg Rasche:

Die Schatzkarte - Wie ein gelähmter Junge geheilt wurde

Dargestellt wird die Behandlung eines Jungen, der im Alter von 7 Jahren in die kinderpsychiatrische Beratung kam. Er war gelähmt und konnte nicht gehen, ohne dass eine somatische Ursache gefunden wurde. Bei mir begann er zu zeichnen. Bei der Entstehung der "Schatzkarte" fanden wir die Ursache seiner Lähmung – es war ein seltsamer und bewegender Augenblick, in dem sich das Unbewusste des Jungen und mein Unbewusstes begegneten. Der Junge wurde gesund. In der therapeutischen Beratung wurde das entscheidende Symbol gefunden.

 

Freitag 24.11.2006, 20 Uhr - Hendrik Stegner:

Die Kulturgeschichte der Anorexie

Jede Zeit bringt die ihr gemäßen Erkrankungen hervor. Die Geschichte der Selbstaushungerung umfasst die Bereiche: Hungern als religiöse Praktik, Hungern als Weltspektakel und Hungern als medizinisches Leiden. Die Anorektikerin steht in einer langen Tradition von Frauen, die Nahrungsverweigerung und ihren Körper als Symbolsprache benutzen. Sie stellen damit wesentliche Bereiche der patriarchal dominierten Gesellschaft in Frage.

 

 

 

Seminare:

Samstag 11.03.2006 Tagesseminar mit Gert Sauer
Aktive Imagination mit Märchen (9.30 bis 17.30 Uhr)

Samstag 01.07.2006 Tagesseminar mit Gert Sauer
Umgang mit Träumen (9.30 bis 17.30 Uhr)

Samstag 11.11.2006 Tagesseminar mit Gert Sauer
Aktive Imagination mit Traum-Material (10.15 bis 18 Uhr)

 

Nähere Auskünfte (Inhalte, Zeiten, Ort) und Anmeldung zu den Seminaren bei Gert Sauer (Tel. 0761-56993)

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Stand 25.06.2006