Freiburger Forum

für Analytische Psychologie


Veranstaltungen 2007:


Die Veranstaltungen im Jahr 2007 stehen unter dem Thema:

"Jugend ohne Alter und Leben ohne Tod"


Alle Referentinnen und Referenten sind analytisch tätig.

Als Gastreferentinnen begrüßen wir:

Frau Kristina Schellinski, M.A. (Germanistik und Politikwissenschaft), Genf,
stammt aus Freiburg und arbeitete früher als Journalistin u.a. beim SWF und der Badischen Zeitung. Danach war sie 15 Jahre für die Unicef in New York und Genf tätig, ehe sie die Ausbildung am C.G.Jung Institut in Zürich absolvierte. Seit 1999 ist sie als Psychoanalytikerin in freier Praxis in Genf tätig.

Frau Birgit Weidner, Stuttgart,
arbeitete nach dem Studium an der Berufspädagogischen Hochschule Stuttgart 22 Jahre als Berufsschullehrerin, davon 12 Jahre an einer Berufsschule mit sozialem Brennpunkt in Mannheim, mit deutschen und ausländischen Jugendlichen aus sozial belastetem Hintergrund. Berufsbegleitend Fortbildung zur Pastoralpsychologin. Danach Ausbildung zur Analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin am C.G.Jung-Institut Stuttgart. Seit 2003 eigene Praxis in Stuttgart-Bad Cannstadt.


Vorträge - Seminare - zur Navigation

 

 

Vorträge:

Alle Vorträge finden statt im
Vortragsraum Jakob-Burckhardt-Straße 13,
79098 Freiburg (gegenüber Stadtgarten)

Unkostenbeitrag (außer Festvortrag 28.9.): EUR 6.- ermäßigt EUR 4.-.

Beim Festvortrag am 28.9. ist der Eintritt frei, mit Kollekte zur Deckung der Unkosten.


Freitag 02.03.2007, 20 Uhr - Gidon Horowitz:

Faszination und Schrecken des Computers - Persönliche Erfahrungen und tiefenpsychologische Betrachtungen

Computer sind aus unserer modernen Welt kaum mehr wegzudenken. Viele Menschen sind fasziniert von diesen Geräten und ihren Möglichkeiten, anderen machen sie eher Angst. Und wenn sie ihren Dienst versagen, dann breiten sich oft Hilflosigkeit und manchmal auch ohnmächtige Wut aus. Welche archetypischen Kräfte können wir hinter diesen oft heftigen Gefühlen erkennen? Dieser Frage soll im Vortrag nachgegangen werden.

 

Freitag 04.05.2007, 20 Uhr - Kristina Schellinski:

Das Ersatzkind auf der Suche nach dem eigenen Leben

Das Leben nach dem Tod - die Wiederauferstehung.  Das erlebt das Kind, das nach dem Tod eines Geschwisters geboren wird und dem die Rolle übertragen wird, den “anderen” zu ersetzen.  Aber dies ist keine paradiesische Ausgangsposition für das Leben des Ersatzkindes, ganz im Gegenteil. Oft leidet das Ersatzkind, auch später als Erwachsener, daran nicht sich selbst zu sein.  Und doch gibt es Hoffnung auf eine Wiedergeburt ins eigene Leben und wahre Selbst-Findung...

 

Freitag 29.06.2007, 20 Uhr - Gert Sauer:

Junge Helden in Vergangenheit und Gegenwart

Helden und Heldinnen bekamen in der Vergangenheit oft den Beinamen der oder die Große, - auch wenn sie körperlich klein waren. Sie sind mitreißend, weil von ihnen eine Wirkung ausgeht, die in der Umgebung ebenfalls Kräfte belebt, die über den Alltag hinausgehen. Sind sie jung, verkörpern sie die Kraft der Morgensonne. Überleben sie den Lebensmittag, dann schaffen sie oft Großes und Bleibendes. Die Kino – und Fernsehprogramme können ohne sie nicht leben. Über die psychologischen Hintergründe nachzudenken lädt der Vortrag ein.

 

 

Freitag 28.09.2007, 19 Uhr -
Festvortrag zum zehnjährigen Jubiläum des
Freiburger Forums für Analytische Psychologie:


Von Schätzen und Abgründen - Bilder und Impressionen vom Bergwerk der Seele

In einer mosaikartigen Komposition führt zunächst Hendrik Stegner in die Kulturgeschichte des Bergbaus und der Schmiedekunst ein. Helmut Wetzel erläutert einige einheimische Sagen von Zwergen und Erdmännlein. Ursula Bernauer führt ins Freiburger Münster zur Schutzpatronin der Bergleute, die in ihrem Schoß die Schätze der Erde birgt. Gert Sauer geht anhand eines Filmausschnittes auf die Gestalt des wissenden Schmiedes ein, und zum Abschluss erzählt Gidon Horowitz ein Märchen, das die Gefährdungen und Schätze vom Bergwerk der Seele auf eindrückliche Weise zum Ausdruck bringt.

 

Freitag 19.10.2007, 20 Uhr - Birgit Weidner:

DER BRÜCKENBAUER - "Immer muss ich gehen! Ich möchte bleiben, bleiben, bleiben!"

Der Therapieprozess eines bosnischen Jungen, der als Bürgerkriegsflüchtling vierjährig nach Deutschland kommt, mit 8 Jahren mit seinen Eltern nach Australien auswandert und elfjährig mit seiner Mutter nach Deutschland zurückkehrt. Die Summe dieser schwer traumatisierenden Entwurzelungserfahrungen führt beim Patienten zu Beginn der Pubertät zu erheblichen psychischen Störungen.
"Brückenbauten" - auf dem Hintergrund der Lebensgeschichte des Jungen einerseits symbolischer Ausdruck für Abschiede, Trennungen und Verluste, andererseits für  seine tiefe Sehnsucht nach "Überbrückung" der Krise - begleiten anschaulich den therapeutischen Prozess. Nach vielen Stunden  therapeutischer Arbeit  stellen sich "tragende Verbindungen" im Inneren sowie im Äußeren des Patienten ein, die sich langsam  verfestigen. Er hat Mut und genug Selbstvertrauen, seinen eigenen Weg ins Leben zu suchen.

 

Freitag 30.11.2007, 20 Uhr - Ursula Bernauer:

Die Einsamkeit der Infantin - Bildzugänge zu Las Meninas bei Velazquez und Picasso

Das berühmte Meisterwerk des spanischen Hofmalers Velazquez Las Meninas oder die Familie Philipps IV. (1656/57) gibt bis heute Rätsel auf. Wie in einem Traum wird der Betrachter auf unterschiedliche Ebenen der dargestellten Palastszene geführt, in deren Mittelpunkt die Infantin Margarita steht. Fasziniert von der Vielschichtigkeit dieses Motivs hat Picasso 300 Jahre später in seiner umfangreichen Bildserie Las Meninas zu neuer Aktualität gebracht.
Der Vortrag führt in diese Bildwerke ein mit der Frage, wie sich ein Diktat von starren Konventionen und Rollenzwängen auf Kindsein und menschliche Entwicklung auswirkt. Wie ist ein Prozess von Selbstwerdung möglich, wenn die kollektiven Machtverhältnisse dagegen stehen?

 

 

Seminare:

Samstag 21.04.2007 Tagesseminar mit Gert Sauer
Aktive Imagination (9.30 bis 17 Uhr)

Samstag 14.07.2007 Tagesseminar mit Gert Sauer
Analytische Psychologie und Religion (9.30 bis 17 Uhr)

Samstag 10.11.2007 Tagesseminar mit Gert Sauer
Aktive Imagination mit Märchen (9.30 bis 17 Uhr)

 

Nähere Auskünfte (Inhalte, Zeiten, Ort) und Anmeldung zu den Seminaren bei Gert Sauer (Tel. 0761-56993)

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Stand 13.06.2007